Unsere Arbeit - Karosserieinstandsetzung und -restauration

Reichte es in früheren Zeiten, sich auf ein Gewerk zu konzentrieren, ging der Trend der Zeit der letzten Jahrzehnte mehr und mehr zum „Allrounder“-Handwerker.


Alles aus einer Hand!

Da zum Lacken die sorgfältig ausgeführten Vorarbeiten der Untergründe ohnehin den größten Stellenwert einnehmen, liegt es quasi auf der Hand, dass Lack und Blech zusammengehören. Was gehört nun zu den Karosseriearbeiten und ist mit ihnen verbunden?

  • Das Instandsetzen aber auch Austausch/Erneuern von geschraubten als auch eingeschweißten Teilen.
  • Entrostungsarbeiten.
  • Ausbeularbeiten.
  • Auch die lackschadenfreie Dellenbeseitigung.
  • Herausschneiden und Erneuern durchgerosteter Blechbereiche.
  • Schweiß- und Lötarbeiten (Schutzgas-(MAG-Schweißen), Punkt- und Autogenschweißen, MIG-Löten hochfester Stähle).
  • Verzinnen (Schwemmarbeiten).
  • Arbeiten an Radläufen, Schwellern, Radhäusern und Unterböden.
  • Dozer- oder Richtbankarbeiten, mitunter nötig, um ein Fahrzeug wieder in die rechte Form zu rücken.
  • De- und Montagearbeiten gehören ebenfalls in diese Rubrik.
  • Einstellen von Spaltmaßen und Schließmechanismen.
  • Arbeiten an Airbags, Sicherheitsgurten und Sensoren.
  • Reparieren oder Ersetzen von Interior-Equipment im Innenraumbereich.
  • Räder- und Reifenmontage oder -erneuerung
  • Elektrikbereiche (Navigationssysteme, Audio-Advices, Parktronic)
  • Scheinwerferreparatur (wenn sinnvoll und möglich), Einstellarbeiten
  • Arbeiten an Kühl- und Klimaanlagen
  • u.v.m.

Das Tagesgeschäft liegt ohne Frage bei der Dellenbeseitigung. Eingefahrene Schweller/Einstiege, verbeulte Türen und Hagel- oder Walnussdellen auf den horizontalen Fahrzeugflächen. Manchmal ist auch mit modernster Ausbeultechnik (Ausziehbrücken, Spotter und Dellenlifter) nichts mehr zu retten. Ein Instandsetzen wäre teurer als der Austausch eines Teiles (vor der Reparatur vergleichen wir beide Varianten - siehe auch Artikel „Kostenvoranschlag, Begutachtung und Beratung“. In die Rubrik der Karosseriearbeiten verstehen sich auch alle im Zusammenhang notwendig werdenden Verbundarbeiten. Nicht jede Tätigkeit ist eines separaten Artikels wert!

 


Durchrostungen reparieren · Die Blech-Chirurgie

In der DDR mussten auf Grund jahrzehntelangen Wartens auf einen Neuwagen viele Autobesitzer ihr Fahrzeug ein- oder zweimal neu aufbauen lassen. Ein Lada z.B. zeigte nach sieben bis acht Jahren erste Durchrostungserscheinungen in Windlauf- und Schwellerbereichen. Jahre nach der Wiedervereinigung Deutschlands war das kein Thema mehr und wir „Ost-Handwerker“ dachten schon ans Einmotten von Blechscheren und Karosseriesägen.
Aus der Traum. Die mit der Euro-Einführung einhergehende und kontinuierlich fortschreitende Kaufkraftverringerung lässt Otto-Normalverbraucher seine vierrädrige Hütte zehn und mehr Jahre fahren, da für einen Neuen einfach das Geld fehlt. Sehr zum Leidwesen der Automobilhersteller versteht sich! Zwar halten heute die werkskonservierten Mobile zwölf Sonnenwenden und mehr, aber dann zeigt das Lackkleid hier und da beginnende „Geschwüre“, die, so man das Auto noch weiter nutzen und die nächste Hauptuntersuchung überstehen möchte, tunlichst repariert werden müssen.
Die einen, die ja nicht blöd sind, tun das ganz auf „billig“ mit Spachtel und Spraydose, schön eine Woche, bevor's zum TÜV geht. Und wundern sich nach drei Wochen, warum wieder Blasen da sind. Sch... Spachtel!
Die anderen, ich nenn' sie mal die „Klugen“, greifen deutlich tiefer in den schmalen Geldbeutel und investieren in Dauerhafteres. Das „Krebsgeschwür nebst Metastasen“ wird herausgetrennt und durch ein gesundes Blechstück ersetzt. Das kann mitunter sehr zeitaufwendig sein, lohnt aber, da dann für Jahre wieder Ruhe herrscht - auch im Portemonnaie.
Auf was es aber noch ankommt, wenn der „Blechkrebs“ dauerhaft besiegt sein will, lesen Sie hier.

Die Karosserie- und Lack-Restauration von Oldtimern

ist ein anderes und weites Betätigungsfeld. Auf Grund des hohen zeitlichen Aufwandes, welcher sich folglich im Instandsetzungspreis niederschlägt, kommen diese Arten von Arbeiten relativ selten vor. Und trotzdem gab und gibt es sie hin und wieder - Enthusiasten und Liebhaber nostalgischer Motorisierung, die mit ihrer Investition der Nachwelt Zeugnisse genialen Erfindertums und handwerklicher Perfektion hinterlassen. Ich denke da nur an die Gebrüder Wegert (Radio-Wegert), Sammler von wundervollen Fahrzeugen wie Ferraris, Bugattis und Jaguars, für welche wir in den Jahren vor dem Millenium tätig sein durften. Damals war noch nicht viel mit digitaler Dokumentation, sodass wir uns auf neueres Material beschränken müssen. Im Beitrag „Auto-Geschichten“ habe ich einige schöne und interessante Beispiele unseres Schaffens zusammengestellt.

Lackschadenfreies Ausbeulen

Die Dellenbeseitigung, ohne den Lack zu beschädigen, auch Softrepair oder englisch Paintless Dent Removal (PDR) genannt, ist seit beinah 20 Jahren ein fester Begriff in Autobranche und bei Assekuranzen. Dabei ist die History dieses Verfahren bedeutend älter.

Um 1940 schon bemerkte man in Mercedes Benz Werken nach dem Lackierband oftmals kleine Dellen in den fertig gespritzten Karossen. Um ein Nachlackieren zu vermeiden, spezialisierten sich Teams auf das Heraushebeln dieser Mängel. In den frühen 80-ern schwappte diese Technik über den Großen Teich und wurde nun auch an den amerikanischen Assembling Lines praktiziert. Mit Fortschritt der Fertigungstechnik der Bleche und Teile schlief dieses Handling jahrelang fast ein, um erst gegen 1994 seine Renaissance zu erleben. Deutlich verbessert durch Hebelwerkzeuge mit phantastischen Torsionsfestigkeiten zog dieses Gewerk in die Kfz-Reparaturbranche ein. Forciert durch das Bestreben von Autoversicherern, die wesentlich teureren Lackierkosten zu senken, etablierten sich vielerorts kleine bis mittlere Beulendrückerfirmen, deren Hauptgeschäft die Beseitigung von Hagelschäden war.

Mittlerweile ist PDR zu einem nicht mehr zu leugnenden Bestandteil der Karosserieinstandsetzung geworden. Die Hebel- und Drücktechnik wurde durch das Klebeverfahren ergänzt, um auch die letzten, von innen nicht erreichbaren Beulchen zu glätten. Auch ich nahm im Mai 1999 zusammen mit einem unserer Mitarbeiter an einen Lehrgang im Hagelschadenzentrum Ulm teil. Kauften für über 2.000 DM Hebelwerkzeuge und Lampe. Jedoch die tägliche Praxis fehlt. Ein dreiviertel Jahr nichts anderes machen, als Beulen drücken. Dann ist das Gefühl für's Blech da. Es ist wie durchsichtiges Transparentpapier geworden und die Erfolge sind eine absolut unsichtbare Reparatur. Da wir aber den größten Tagesanteil noch mit anderen Arbeiten verbringen, reicht die jahrelange Übung gerade, um Spachtelarbeiten zu vermeiden.

Die Vorteile des PDR:

  • Kostenersparnis, da kein Lackieren notwendig ist.
  • Der Originallack bleibt erhalten - kein Stress beim Verkauf oder der Leasingrückgabe.
  • Der Fahrzeugwert bleibt erhalten.
  • Kurze Reparaturzeiten
  Dentmen an Motorhaube

Dellendrücken von innen

Doch nicht jede Delle geht lackschadenfrei instandzusetzen. Die Grenzen des PDR:

  • Scharfkantige Dellen oder Dellen mit Lackbeschädigungen.
  • So viele Dellen im Teil, dass die Kosten der Arbeitszeit die des Erneuerns überschreiten würden.
  • Bestimmte nicht zugängliche Karosseriebereiche, die auch für die äußere Klebetechnik zu steif sind.
  • Das zu reparierende Teil schon mehrere Lackschichten aufweist.
  • Dellen unter Spachtelflecken
  • Stauchdellen in Kunststoffteilen, wie z.B. Stoßfängern
  • Manche Unmöglichkeit, eine Delle spurlos verschwinden zu lassen, stellt sich erst beim Bearbeiten heraus.

Um Ihnen Perfektion zu bieten, in der Sie sich spiegeln können, haben wir einen festen Partner, der zu uns kommt. sobald wir ihn brauchen. Die Firma „Dentmen“ ist höchst anständig und zuverlässig. Und leistet absolute Qualität - so, wie wir es für unsere Kunden brauchen.

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